Dekarbonisierung
Die Baubranche trägt eine grosse Verantwortung in Sachen Klimaschutz und bietet hierfür gleichzeitig ein enormes Potenzial. Wir sind uns unserer Verantwortung in der nachhaltigen Transformation der Schweizer Bauwirtschaft bewusst und senken konsequent Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Was sind unsere grössten Hebel zur CO₂-Reduktion?
entfällt auf den Energieeinsatz, insbesondere auf die Verbrennung von fossilen Brennstoffen im Drehofen.
entstehen beim Brennen von Kalkstein zur Herstellung von Zementklinker.
MEHR ALTERNATIVE BRENNSTOFFE
Um Zement zu produzieren, sind hohe Temperaturen nötig. Damit geht ein hoher Energiebedarf einher. Wo möglich, ersetzen wir für den Betrieb der Zementöfen fossile durch alternative Brennstoffe wie zum Beispiel nicht rezyklierbare Kunststoffreste, Altöl oder Altreifen.
FLAME: MEHR RECYCLING, WENIGER CO₂
Substitutionsrate (TSR)
Emissionen
Das Projekt Flame im Werk Eclépens zeigt, wie nachhaltige Energiegewinnung und Zementproduktion zusammengehen: Dank innovativen Technologien und einer Anpassung des Zementofens sowie dem Bau von zwei Lagerhallen betreibt das Zementwerk Eclépens seinen Drehofen zu über 90 % mit alternativen Brennstoffen. Das Werk zählt heute zu den Zementwerken mit den geringsten Emissionen in Europa.
PHOENIX: MIT INNOVATION IN RICHTUNG NETTO-NULL
Substitutionsrate (TSR)
Emissionen
Im Rahmen des Projekts Phoenix erweitern wir die Annahmestelle für alternative Brennstoffe. Künftig soll über 95% der benötigten Energie für den Betrieb des Zementofens aus alternativen statt aus fossilen Brennstoffen bezogen werden. Eine neue Gasifizierungsanlage wird die alternativen Brennstoffe in Synthesegas umwandeln, das direkt im Brennprozess eingesetzt wird. Durch diese thermische Verwertung produzieren wir Klinker mit deutlich weniger CO2.
CENTUM: VERWERTUNG VON SORTIERRESTEN AUS KUNSTSTOFFRECYCLING
Substitutionsrate (TSR)
Emissionen
Das Projekt Centum umfasst den Bau einer neuartigen Verwertungsanlage für Sortierreste aus Kunststoffrecycling. Damit erhöht sich der Anteil alternativer Brennstoffe, was den Ausstoss unserer CO2-Emissionen erheblich senkt.
REDUKTION KLINKERANTEIL
Klinker sorgt für die Festigkeit und die Dauerhaftigkeit des Betons, seine Produktion ist jedoch eine emissionstechnische Herausforderung. Das liegt an dem im Klinker enthaltenen Kalkstein, der beim Erhitzen CO2 freisetzt.
Wir arbeiten daran, den Klinkeranteil zu reduzieren und durch alternative mineralische Materialien zu ersetzen. Dies geschieht durch den Einsatz sogenannter Klinkersubstitute, die beispielsweise aus industriellen Nebenprodukten, kalzinierten Tonen oder aufbereiteten Materialien aus dem Bauabbruch stammen. So lässt sich der CO₂-Ausstoss deutlich senken, ohne die bewährte Qualität des Zements zu verändern.