Wir schliessen Stoffkreisläufe

 

Nachhaltiges Bauen muss alle Lebensphasen eines Gebäudes berücksichtigen: von der Planung über den Bau und die Nutzung bis hin zum Rückbau und Recycling. Ein geschlossener Materialkreislauf steht daher stets im Zentrum unserer Produktentwicklungen. So erhöhen wir im Bereich des Baustoffrecyclings laufend unsere Kapazitäten und geben Bauabfällen in Form von neuen Baustoffen ein zweites Leben. Ein grosser Vorteil von Beton ist, dass er immer wieder recycelt werden kann und damit ein ideales Produkt ist, um die Kreislaufwirtschaft zu fördern. 

Unser Beitrag zur Kreislaufwirtschaft

Alternative Rohstoffe verwenden

Wir schonen natürliche Rohstoffe, indem wir in der Produktion alternative Materialien einsetzen. Damit produzieren wir ressourcenschonende Produkte wie beispielsweise unseren Zement Susteno oder die Evopact-Betone.

Alternative Brennstoffe einsetzen

Die Zementherstellung ist ein energieintensiver Prozess. Wo möglich ersetzen wir fossile Brennstoffe durch alternative Brennstoffe wie Altöl oder Altreifen. Holcim Schweiz spart jährlich rund 150’000 Tonnen CO₂ ein, indem anstelle von fossilen Brennstoffen 160‘000 Tonnen brennbare industrielle Abfälle verwertet werden.

Referenzprojekte

Nachhaltiger Beton für das HSG Learning Center

Die Universität St. Gallen eröffnete 2022 auf ihrem Campus eine Denk- und Arbeitsstätte, die neue Arten des Lernens und der Kollaboration ermöglicht - das HSG Learning Center. Aufgrund der filigranen Architektur, der zahlreichen Sichtbetonflächen und der umwelttechnischen Aspekte waren die Anforderungen an den Beton äusserst hoch. Die Bauherrschaft vertraute dabei unter anderem auf eine Produktinnovation von Holcim Schweiz, welche den Stoffkreislauf schliesst: der ressourcenschonende und CO2-reduzierte Beton EvopactPLUS und der klimaneutrale EvopactZERO.

Stoffkreisläufe schliessen – Beispiel Arosertunnel

Die Sanierung des Arosertunnels ist ein gutes Beispiel einer regionalen Kreislaufwirtschaft: Bei der Sanierung des 300 Meter langen Tunnels der Rhätischen Bahn fällt eine grosse Menge belastetes Ausbruchmaterial an, das wir im Zementwerk Untervaz aufbereiten und als alternatives Rohmaterial der Zementproduktion zuführen. Der in Untervaz hergestellte Zement wird wieder im Arosertunnel verbaut – der Baustoffkreislauf schliesst sich.

Verwertung von Strassensammlerschlämmen

Strassensammlerschlämme sind das Abfallprodukt, das entsteht, wenn Kehrmaschinen die Strassen gefegt und Saugmaschinen die Schächte gereinigt haben. Dieses stark belastete Material kann normalerweise nicht weiterverarbeitet werden. Gemeinsam mit den kantonalen Behörden im Aargau und dem Zementwerk Siggenthal entwickelte Geocycle eine Lösung für die Verwertung der Feinfraktion aus der Aufbereitung von Strassenwischgut.

Neue Plastrec AG

Gemeinsam mit unserem Partner betreiben wir am Standort Würenlingen eine Kunststoffaufbereitungsanlage für eine umweltgerechte und nachhaltige Aufbereitung von Gewerbe- und Industrieabfällen zu Ersatzbrennstoffen. Durch die nachgelagerte Verwertung aller Abfälle in den Zementwerken wird der grösstmögliche Umweltnutzen erreicht und jährlich rund 30’000 Tonnen CO2 eingespart.