Kieswerk Sierre: Erlebnisplatz sensibilisiert für Kiesgruben

22 September 2020

Der sorgfältige Umgang mit Abbauflächen ist für Holcim von grosser Bedeutung. Ein gutes Beispiel dafür ist die Holcim Praz SA in Sierre, die seit Jahrzehnten eine Schlüsselrolle bei der Regulierung des Wasserspiegels der Rhone spielt. Auf dem Areal der Kiesgrube unterhält der Naturpark Pfyn-Finges einen Lern- und Erlebnisplatz, wo Kinder für die ökologische und landschaftliche Bedeutung von Kiesgruben sensibilisiert werden.

 
 

Die Kiesgrube Holcim Praz SA befindet sich eingangs der Stadt Sierre, wo der Illgraben in die Rhone fliesst. In idyllischer und naturbelassener Umgebung wird hier Kies für das angrenzende Betonwerk gewonnen. Das Werk ist eine wichtige Rohstoffquelle zur lokalen Versorgung der Bauindustrie im Wallis, übernimmt aber auch weitere wichtige Funktionen in der Region.

Schutz vor Überschwemmungen

Die Kiesgrube leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Überschwemmungen in der gesamten Region. Jährlich werden rund 260’000 Kubikmeter Gestein von den Nebenflüssen der Rhone angeschwemmt, die sich im Flussbett bei Sierre ansammeln und den Wasserspiegel erhöhen. Aufgrund des geringen Gefälles der Rhone, werden nämlich nur rund 30’000 Kubikmeter pro Jahr wieder von alleine weggeschwemmt. 

Wegen der Anhäufung des vielen Gesteins steigt das Risiko für Überschwemmungen, was für die Region, die historisch bereits durch verheerende Überschwemmungen der Rhone geprägt wurde, eine grosse Gefahr darstellt. Dank der Korrekturarbeiten am Fluss, deren dritte Phase derzeit im Gange ist, wird das Überschwemmungsrisiko minimiert. 

Kiesgrube im Fokus des Lern- und Erlebnisplatzes

Die wichtige Regulierungsfunktion der Kiesgruben wird durch den von Holcim zur Verfügung gestellten Lern- und Erlebnisplatz unterstrichen. Der Platz liegt auf dem Gelände von Holcim und wird vom Regionalen Naturpark (RNP) Pfyn-Finges betrieben. Er entstand im Jahr 2012 in Zusammenarbeit beider Unternehmen und hat zum Ziel, Kinder und Jugendliche auf spielerische Weise über die lokale Geologie und die Rolle der Kiesgruben zu informieren. 

"Das Ziel des Erlebnisplatzes ist es, den Kindern in der Region den ökologischen und landschaftlichen Wert der Kiesgruben und der Rhone bewusst zu machen. Die Rhone ist nämlich eine geologischen Stätte von nationaler Bedeutung", erklärt Armin Christen, Leiter Umweltbildung des RNP Pfyn-Finges. 

Erfahrungsorientiertes Lernen

Das Team des RNP Pfyn-Finges leitet dafür schulische und ausserschulische Gruppen-Workshops für Kinder zwischen 5 bis 12 Jahren. Dank eines zweisprachigen Bildungsangebots werden zahlreiche pädagogische Aktivitäten angeboten: Bau von Wasserläufen, Barfusspfad, Herstellung von Mineralfarben aus Rohstoffen und sogar selbstgemachten Beton. "Wir wollen den Kindern, die an unseren Workshops teilnehmen, die Möglichkeit bieten, durch Erfahrung zu lernen und ihre Sinne einzusetzen", sagt Armin Christen.

Positive Ergebnisse

Acht Jahre nach der Eröffnung des Erlebnisplatzes stehen die an diesem Projekt beteiligten Akteure den Ergebnissen einstimmig positiv gegenüber und sind gespannt auf die Fortsetzung dieser Zusammenarbeit. "Wir freuen uns, den Kindergruppen in der Region ganzjährig und mit viel Spass Zugang zu aktuellen Themen wie Naturschutz, Landschaftspflege und Risiken zu ermöglichen", sagt Armin Christen.  

Auch Holcim freut sich über diese einzigartige Partnerschaft. "Holcim ist stolz, mit diesem Lernplatz die Aktivitäten des RNP Pfyn-Finges zu unterstützen. Die Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung für die Geologie und die Bedeutung der Kiesgruben in dieser Region ist ein Thema, welches uns sehr am Herzen liegt", erklärt Kieswerkleiter Joris Petitot. Der nächste Schritt? "Warum nicht in Zukunft eine Gruppe von Kindern von Holcim-Mitarbeitenden willkommen heissen", schlägt Armin Christen vor. Die Einladung ist versendet! 

 
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