«Incidental Space» Ein Projekt von Christian Kerez im Schweizer Pavillon

10.11.2016
 

Christian Kerez, Gewinner des Ehrenpreises bei den Awards 2014, wurde von der Stiftung Pro Helvetia mit der Gestaltung des Schweizer Pavillons auf der 15. Internationalen Architektur-Biennale beauftragt. Der Architekt und Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat es sich zum Ziel gesetzt, die Möglichkeiten — sowohl technischer Art als auch in unserer Fantasie — auszuloten, wie Architektur in anderer Weise gedacht, gebaut und erfahren werden kann.

Die unregelmässige, hügelige Form von «Incidental Space» beruht auf einem kleinen Modell, das aus Zucker und Staub geformt und dann in Gips ausgegossen wurde. Bei der Entwicklung der Form wurden digitale Modelle in Kombination mit Headsets aus dem Bereich Virtual Reality verwendet. Die lebensgrosse Version wurde mithilfe von Platten aus gespritztem Faserzement mit einer Stärke von nur zwei Zentimetern hergestellt. Durch die Nachbearbeitung mittels Plotten und Fräsen wurde dann die Form des Modells repliziert.

Durch eine Öffnung in der schroffen Faserzementstruktur können die Besucher ins Innere der Höhle klettern, die zwar vollständig künstlich gefertigt wurde, aber an Strukturen der Geologie und Anatomie erinnert. «Wir haben es hier mit einer Unbestimmtheit im Hinblick auf die Bedeutung zu tun; es handelt sich nicht um einen symbolischen Raum, es handelt sich nicht um einen Bezugsraum, er erlaubt Ihnen eine reine Begegnung mit der Architektur», erklärte Christian Kerez in einem Interview mit dezeen magazine. «Es war eine Kombination aus einem physischen Modell und einer sehr ausgefeilten Technik, und wenn man sich das Ergebnis ansieht, ist es sehr komplex, aber auch sehr primitiv», ergänzte Kerez.

«Incidental Space» läuft bis zum 27. November 2016 und wird von der Kunsthistorikerin Sandra Oehy kuratiert. Bei der Biennale sind rund 60 Länder mit einem Pavillon vertreten. Holcim Schweiz, ein Mitglied von LafargeHolcim, ist der Hauptsponsor des Schweizer Pavillons und entwickelte den weissen Faserzement, mit dem die vollständige Betonskulptur «Incidental Space» errichtet wurde.

Bei der Ausstellungseröffnung wies der Vorsitzende von Holcim Schweiz, Kaspar E. A. Wenger, auf die Verwendung des weissen Zements von LafargeHolcim bei dem Projekt hin. «Die unnachahmliche Ästhetik von «Incidental Space» beruht auf einem Verfahren, das es ermöglicht, Beton in einer extrem dünnen Schicht aufzutragen», erklärte er. Weitere Einzelheiten zu der Zusammenarbeit und dem Projekt finden Sie im Video links mit Christian Kerez und Kaspar Wenger (nur auf Deutsch verfügbar).

Christian Kerez Incidental Space

 

Weitere Informationen unter: «Incidental Space» - Ein Projekt von Christian Kerez im Schweizer Pavillon.

Biennale 2016

Exhibition Opening: “Incidental Space” – Swiss Pavilion at La Biennale di Venezia
Lino Guzzella (President of ETH Zurich), Christian Kerez (Architect of the Swiss Pavilion), Alain Berset (Swiss Federal Council/Minister for Home Affairs), and Kaspar Wenger (Chairman of Holcim Switzerland).

 

 

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Die Holcim (Schweiz) AG ist einer der führenden Baustoffhersteller der Schweiz und Tochtergesellschaft der global tätigen LafargeHolcim Ltd. Zum Kerngeschäft gehört die Produktion von Zement, Kies und Beton sowie die dazugehörigen Dienstleistungen. Das Unternehmen beschäftigt rund 1’200 Mitarbeitende an 55 Standorten und verfügt über drei Zementwerke, 16 Kieswerke und 36 Betonwerke. Diese lokale Verankerung ermöglicht es, schnell, flexibel und individuell auf verschiedene Bedürfnisse einzugehen und massgeschneiderte Lösungen für die Bereiche Hochbau, Tiefbau und Infrastruktur zu erarbeiten. 

Unser globales Netzwerk, die langjährige Erfahrung und der hohe Anspruch an Qualität machen uns zu einem erstklassigen Unternehmen und bevorzugten Lieferanten von Baustoffen. Wir verstehen uns als Branchenführer in Sachen nachhaltige Baulösungen & Innovation und als faire Arbeitgeberin, sich für die Sicherheit ihrer Mitarbeitenden einsetzt und Diversität begrüsst.

Die Holcim Schweiz bekennt sich zur umsichtigen Nutzung der natürlichen Ressourcen in der gesamten Wertschöpfungskette. Wo immer möglich, setzt das Unternehmen Reststoffe als alternative Roh- und Brennstoffe ein und fördert Produkte mit einer verbesserten Umweltbilanz.

 
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