Historische Schätze im Betonwerk Siggenthal

12 September 2019

Auf dem heutigen Werkgelände der Firma Holcim in Untersiggenthal lassen sich bedeutende historische Zeitzeugnisse aus der Frühen Neuzeit finden. Dank breiter Unterstützung kann die Gemeinde Untersiggenthal eine Stützmauer an der alten Schifflände sowie die Fährhausruine sanieren und damit für die Nachwelt erhalten.

 

Am östlichen Aareufer in Untersiggenthal, wo die Firma Holcim heute ein Betonwerk betreibt, befand sich vom Mittelalter bis zum Bau der Aarebrücke 1903 eine Schifflände. Noch heute steht dort die Ruine des alten Fährhauses und eine historische Trockenmauer, die unter bernischer Herrschaft um 1770 als Bestandteil der «Neue Aargaustrasse» von Bern nach Zurzach erbaut worden ist. 

Jetzt will die Gemeinde Untersiggenthal das historische Bauwerk sanieren, damit dieses vor dem Zerfall bewahrt und der Nachwelt langfristig erhalten bleibt. Holcim, auf deren Areal sich die Trockenmauer befindet, sowie die IVS-Fachstellen des Bundes und des Kantons für den Schutz der historischen Verkehrswege, der Swisslos-Fonds Kanton Aargau und der Fonds Landschaft Schweiz beteiligen sich finanziell an der Sanierung. 

Breite Unterstützung

“Wir freuen uns über die vielseitige Unterstützung - nur so können wir als Gemeinde diese historisch bedeutende Anlagen langfristig erhalten und an die nächsten Generationen übergeben”, sagt Marlène Koller, Gemeindeammann Untersiggenthal, am heutigen Medienanlass. Auch für Holcim ist die Sanierung ein wichtiges Anliegen: “Das Sanierungsprojekt zeigt, dass das Nebeneinander von archäologischer Stätte und dem heutigen Werkbetrieb sehr gut nebeneinander funktionieren. Deshalb unterstützen wir die Instandstellung gerne.” Dass das Instandstellungsprojekt mit vielen Herausforderungen verbunden ist, zeigte die anschliessende Baustellenführung durch Historiker und Archäologe Cornel Doswald, der die Sanierung fachlich begleitet, und Markus Müller, der die Sanierung umsetzt.

Beide betonten, dass die Restaurierung der Mauer denkmalpflegerisch und handwerklich besondere Anforderungen stellt: „Anders als übliche Trockenmauern besteht diese Mauer nicht aus Bruchsteinen, sondern über die ganze Mauerfläche von rund 280 Quadratmetern aus grosskalibrigen Bollensteinen, die nur erfahrene Fachleute zu einem stabilen und schönen Mauerverband zusammenfügen können. Ziel ist es, dass die 250-jährige Mauer viele weitere Jahrzehnte ihr überliefertes Erscheinungsbild behält und die Böschung stabilisieren kann.“

 
 
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