Uferschwalben brüten wieder in der Kiesgrube Kirchberg

30 Juni 2020

Wer genau hinschaut, sieht in den steilen Kieswänden der Kiesgrube Kirchberg zahlreiche Bruthöhlen der seltenen Uferschwalbe. Damit kehrt noch mehr Leben ins Abbaugebiet, das dank vielseitigen Pionierflächen einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität bietet. 

 

 

«Wir konnten Anfang Juni rund 20 Brutröhren sichten und mehr als 15 Uferschwalben zählen», sagt Bruno Schättin von der Öko-Kommission der Gemeinde Kirchberg, der im Auftrag von Holcim die Renaturierung der Abbaugebiete seit vielen Jahren betreut.

Die Rückkehr der seltenen Vögel freut den Naturschützer: «Bis 2016 brüteten hier immer wieder Uferschwalben, zuletzt im Riedenboden hinter dem Förderband. Obwohl wir im Jahr 2018 eine künstliche Sanddüne nördlich des Kieswerks erstellt haben, blieben die Vögel bis heute weg. Vermutlich schlossen sie sich der Kolonie in Niederstetten an, wo ebenfalls eine künstliche Sanddüne erstellt wurde. Umso mehr freut uns nun ihr Zurückkommen nach Kirchberg.»

uferschwalbenjun2020 6
Uferschwalben graben ihre Bruthöhlen in die steile Kieswand. (Bild: Esther Wullschleger)


Gutes Nebeneinander von Kiesabbau und Naturschutz

Früher fanden die Uferschwalben in steilen Ufern von unverbauten Flüssen einen geeigneten Brutplatz. Heute sind diese Lebensräume infolge weitgehender Verbauung und Begradigung von Flüssen knapp. Die Uferschwalbe gilt als Prioritätsart des vom BAFU unterstützen Programms «Artenförderung Vögel Schweiz» und wird auf der Schweizerischen Roten Liste als «verletzlich» eingestuft.


Das Nebeneinander von Uferschwalben und Kiesabbau funktioniert: «Unserem Team liegen die Vögel am Herzen. Wir nehmen beim Abbau Rücksicht auf die Tiere und lassen die Sandlinse, in der die Uferschwalbe nisten, unberührt», sagt Werkleiter Andreas Brändle.


Wichtige Lebensräume für seltene Tiere

Die Uferschwalben sind ein schönes Beispiel dafür, dass Kiesgruben neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten und damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität leisten.

Ein weiteres Beispiel sind seltene und bedrohte Amphibien: Dank eines Amphibienförderprojekts konnte in Kirchberg eine der ganz wenigen Kreuzkröten-Populationen im Kanton St. Gallen angesiedelt werden. Holcim arbeitet zur Förderung der Biodiversität mit lokalen Behörden zusammen. In Kirchberg ist das die Öko-Kommission der Gemeinde. 

 
Media Relations

Media Relations

Unser Media Relations Team steht Medienschaffenden gerne für Fragen zur Verfügung. 
 

Telefon: 058 850 68 48

Mail: communications-ch@lafargeholcim.com