Kiesabbau am Sonnenberg in Niederwil

Für den Bau von Siedlungen, Autobahnen und Strassen hat der Kanton St. Gallen langfristig einen jährlichen Kiesbedarf von ca. 1,5 bis 2 Millionen Kubikmeter Rohmaterial berechnet. Um die Versorgung in der Region sicherzustellen, arbeitet die Holcim (Schweiz) AG seit 2013 an einem Projekt zum Abbau der am Sonnenberg vorhandenen Kiesressourcen. Im Sommer 2018 hat Holcim das überarbeitete Projekt bei der Gemeinde Oberbüren eingereicht.

 

 

Das ProjektVisualisierung der Endgestaltung

Holcim plant, am Sonnenberg künftig in fünf Etappen insgesamt 1,155 Millionen Kubikmeter verwertbaren Kies abzubauen. Bei einem Jahresbedarf von 45000 Kubikmeter dauert der Abbau ca. 26 Jahre, mit vollständiger Auffüllung und Rekultivierung 33 Jahre.

Schon während des Abbaus wird Holcim das Gebiet mit sauberem Aushubmaterial von Baustellen in der Region wieder auffüllen, bis das ursprüngliche Niveau erreicht ist. Holcim rekultiviert den Sonnenberg gemäss einem Bodenschutzkonzept zu hochwertigem Landwirtschaftsland. Ein Teil des Gebiets wird in Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen und Behörden renaturiert. Am Sonnenberg ist unter anderem die Offenlegung des Sträzerbachs geplant. Dies schafft neuen Lebensraum für Flora und Fauna.

Dank der Renaturierung und der Steigerung der Biodiversität erfährt das Gebiet am Sonnenberg eine ökologische Aufwertung. (Bild links: Visualisierung der Endgestaltung)
 

Mit Gemeinde und Bevölkerung

Abbauprojekte stellen immer einen Eingriff ins Landschaftsbild dar. Themen wie Lärm, Staub und Erschütterungen beschäftigen die Bevölkerung. Holcim stellt sicher, dass das Abbauprojekt in Niederwil allen Auflagen und Bedürfnissen gerecht wird, und setzt auf einen aktiven Austausch mit Gemeinde, Kanton und Bevölkerung. Wichtige Aspekte des Projekts:

  • Der geplante Abbauperimeter am Sonnenberg wurde verkleinert und die Abbaukante von den Parzellen der direkten Anwohnern weiter entfernt. Verkehrs- und Lärmbelastung werden dadurch deutlich kleiner ausfallen.
  • Holcim stellt sicher, dass die Anwohner minimal durch den Werkverkehr belastet werden. Dazu investiert Holcim in ein optimales Verkehrskonzept für den Werksverkehr in Oberbüren mit Fahrverbot durch Niederwil.
  • Der Abbau und die Wiederauffüllung werden von einer Aufsichtskommission, bestehend u.a. aus Vertretern der Gemeinde, der Anwohner, des Kantons und von Umweltorganisationen. Die Aufsichtskommission wird regelmässig über die Aktivitäten informiert und erhält ein Mitspracherecht bezüglich den ökologischen Ausgleichsmassnahmen.
  • Der Kiesabbau erfolgt hauptsächlich maschinell mit dem modernen Abbaugerät „Xcentric Ripper“, das speziell für den Abbau in Steinbrüchen konzipiert und andernorts bereits erfolgreich eingesetzt wurde. Dieses Abbaugerät ist eine Alternative zum Abbau durch Sprengung und führt zu weniger und geringeren Erschütterungen. Es finden maximal vier Sprengeinsätze pro Jahr statt. 
  • Der Kiesabbau wird durch fest installierte Messgeräte permanent überwacht (Staubmonitoring/Erschütterungsmessungen/Grundwasserüberwachung).

Weitere Informationen zum Erweiterungsprojekt finden Sie im Flyer.

 

Aktuell

Das Abbauprojekt der Firma Holcim liegt ab dem 27. Februar 2019 bei der Gemeinde Oberbüren öffentlich auf. 

 

Kontakt

Stefan Nagel, Projektleiter Rohstoffsicherung:
stefan.nagel@lafargeholcim.com

Christine Moser, Ansprechperson für Medien:
058 850 68 38 / christine.moser@lafargeholcim.com