Nächster Schritt für das Innovationsprojekt «Phoenix»: Holcim konkretisiert Pläne für das Zementwerk Siggenthal
28. Mai 2026
SIGGENTHAL– Holcim Schweiz treibt die Dekarbonisierung ihrer Produktion weiter voran und konkretisiert das Innovationsprojekt «Phoenix». Mit einer Investition von über 100 Millionen CHF im Werk Siggenthal will Holcim den Netto-CO2-Ausstoss pro Tonne Zement bis 2035 um mehr als 35 % senken und stärkt damit langfristig ihre lokale Verankerung. Damit leistet Holcim einen wesentlichen Beitrag zum Ziel, bis 2050 Netto-Null zu erreichen.
Das Projekt «Phoenix» bündelt modernste Technologien, um den Anteil alternativer Brennstoffe massiv zu steigern, den Einsatz alternativer Rohstoffe zu verstärken und neue Emissionsauflagen zu erfüllen. Markus Rentsch, Head Cement Industrial, betont: «Unser Ziel ist klar: Wir wollen bis 2050 Netto-Null erreichen. Das Projekt «Phoenix» ist ein Leuchtturmprojekt. Es zeigt, wie wir durch technologische Innovation die Dekarbonisierung unserer Branche massgeblich vorantreiben.»
Massive Steigerung alternativer Brennstoffe
Ein Kernstück ist die Erweiterung der Annahmestelle für alternative Brennstoffe. Dabei werden nicht rezyklierbare Abfälle wie Holz und Papierschlämme energetisch verwertet. «Mit der neuen Gasifizierungsanlage erreichen wir einen technologischen Durchbruch», erklärt Thomas Brühlmann, Zementwerkleiter in Siggenthal. «Wir wandeln alternative Brennstoffe in Synthesegas um und steigern deren Anteil am Energiemix von heute rund 50 % auf über 95 % bis zum Jahr 2030. Damit ersetzen wir fossile Energieträger nahezu vollständig.»
Alternative Rohstoffe und Emissionsschutz
Ergänzend dazu schliesst «Phoenix» den Materialkreislauf durch den verstärkten Einsatz von alternativen Rohmaterialien. Mithilfe von Bau- und Abbruchmaterialien sowie kalziniertem Ton wird der Anteil Klinker im Zement gesenkt. Das Werk wird auch mit modernster Filtertechnik ausgestattet. Ein neuer Katalysator sorgt dafür, dass die Anforderungen der Schweizer Luftreinhalte-Verordnung zuverlässig erfüllt werden.
Transparenz und Dialog
Das Projekt befindet sich derzeit im Baubewilligungsverfahren. Vorbehaltlich der ausstehenden Baubewilligung ist der Baustart für dieses Jahr geplant. Holcim pflegt den partnerschaftlichen Dialog mit den Behörden und allen Anspruchsgruppen. Thomas Brühlmann unterstreicht: «Wir bauen hier das Zementwerk der Zukunft – innovativ, emissionsarm und tief in der regionalen Kreislaufwirtschaft verwurzelt. Daher ist uns der direkte Austausch mit allen Beteiligten wichtig, um gemeinsam getragene Lösungen zu entwickeln.»
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