Innovation

 

Wir betrachten unsere Produkte und Prozesse aus der Perspektive der Lebenszyklus-Analyse (LCA, Life Cycle Analysis). Entlang des ganzen Lebenszyklus unserer Baustoffe suchen wir laufend nach innovativen Ideen, wie wir den Umwelteinfluss unsere Produkte und Prozesse verbessern können.

Innovation bei der Herstellung unserer Baustoffe


Wie bei jedem Verbrennungsprozess bildet sich auch bei der Klinkerproduktion Kohlendioxid CO2. Bei der Herstellung von Zement verringern wir den CO2-Ausstoss nach dem Drei-Säulen-Prinzip: energieeffiziente Anlagen einsetzen, fossile Energieträger durch alternative Brennstoffe ersetzen und den Anteil des gebrannten Gesteins im Zement verringern.

 

Innovative Verwendung unserer Baustoffe

Nicht nur die Innovation, die in den Baustoffen selbst drin steckt, hat einen Einfluss auf deren Nachhaltigkeitsleistungen, sondern auch wie und wo die Baustoffe verwendet werden. Je nach Anwendungsbereich eignen sich andere Produktzusammensetzungen und Bauweisen.

Bauen mit weniger Zement

Wir fördern die Entwicklung neuer Bau-Technologien, damit weniger Zement verbaut wird: Wir fördern das modulare Forschungs- und Innovationsgebäude Nest (Next Evolution in Sustainable Building Technologies) der Empa gleich mehrfach: der Zement für den Bau des Nest wurde von Holcim gespendet. Zudem ist Holcim Hauptsponsor der Forschungs- und Innovationsunit HiLo. Diese demonstriert auf eindrückliche Weise die Möglichkeiten im Leichtbau. Für das zweigeschossige Penthouse, das akademischen Gästen als Wohn- und Arbeitsraum dienen wird, kommen neuartige bautechnische Lösungen aus ultra-leichten Betonschalen zum Einsatz.

Trennbarkeit der Materialien

Wir beraten unsere Kunden im Hinblick auf den ganzen Lebenszyklus unserer Produkte. Dabei steht die Frage im Zentrum: Wie kann gebaut werden, damit am Lebensende eines Bauwerks die Materialien getrennt werden können und damit deren Wiederverwertung als Baustoff gewährleistet ist?

Förderung von nachhaltigem Bauen

Zur Holcim Gruppe gehört die Holcim Foundation for Sustainable Construction. Die Stiftung fördert den akademischen Diskurs um das nachhaltige Bauen und setzt sich dafür ein, dass Bauprojekte nicht nur architektonisch überzeugen, sondern nachhaltige Materialien einsetzen und für die Gesellschaft einen Wert schaffen, der über das eigentliche Objekt hinausgeht.

Alle drei Jahre werden die Holcim Awards vergeben. Sowohl Projekte von renommierten Schweizer Architekten und Ingenieure als auch innovative Ideen von Jungtalenten wurden schon mehrfach ausgezeichnet.

Weniger CO2 in den Produkten

Wir bieten Zement mit einem geringeren CO2  Anteil an: Optimo. Insgesamt ersetzt Holcim Schweiz heute rund 20 Prozent des Klinkers durch alternative Materialien. Das Forschungs- und Entwicklungszentrum der Holcim Gruppe in Lyon entwickelt laufend neue Produkte und Verfahren zur Verringerung des ökologischen Fussabdrucks unserer Baustoffe. 

Wärmedämmender Beton

Beton hat ein enorm hohes Potenzial als Wärmespeicher und -leiter. Seine grosse Masse von 2400 kg pro Kubikmeter macht Bauteile aus Beton zu hocheffizienten Heizkörpern: Sie speichern Wärme hervorragend und lassen sich mittels eingelegter Rohrleitungen – der sogenannten Thermo-Aktivierten Bauteil-Systeme (TABS) – ideal zur Wärmeverteilung nutzen. Die Strahlungswärme, die beheizte Betonwände abgeben, gilt als besonders behaglich und komfortabel. Holcim setzt sich dafür ein, dass das Potenzial für die gewaltigen Vorteile der Thermo-Aktivierten-Bauteil-Systeme auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Bauwesen besser ausgeschöpft wird.

Neue Verwendung von Baustoffen am Lebensende eines Bauwerks

Wir verarbeiten Bauschutt zu neuem Baustoff, statt ihn in der Deponie abzulagern. Dadurch können die natürlichen Ressource Sand und Kies geschont werden. 

Bei Rückbau und Standortsanierungen bieten unsere Zementwerke eine nachhaltige Lösung. Wir verwerten Abfälle, die ansonsten auf einer Deponie landen würden oder zu einer thermischen Entsorgung ins Ausland verschickt werden müssten. Dazu gehören mineralische Abfälle, verunreinigtes Erdreich aus der Sanierung von Altlasten, Filterkuchen von Betonschlämmen und Strassensammlerschlämme, sowie Abfälle aus der aktiven Eisen-, Stahl oder Aluminiumindustrie, aber auch verschmutztes Abraum-, Ausbruch- oder Aushubmaterial.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung sind ein weiterer wichtiger Faktor für uns, um auch auf der Produkteseite nachhaltige, CO2-verminderte Lösungen zu entwickeln. Aus diesem Grund betreibt die Holcim Gruppe ein eigenes Forschungszentrum in Lyon, Frankreich  Es handelt sich dabei um die führende Forschungseinrichtung in der Baustoffindustrie. Das Forschungszentrum beschäftigt mehr als  200 Chemiker, Physiker, Materialwissenschaftler, Bauingenieure, Architekten und Mauerwerksexperten.

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