Egnach (TG): Deponieprojekt Ballen

21 Oktober 2020

Um die Entsorgungssicherheit zu gewährleisten besteht im Kanton Thurgau Bedarf an Deponievolumen und -Standorten. Eine neue Deponie für unverschmutztes Aushubmaterial soll im Gebiet „Ballen“ in der Gemeinde Egnach entstehen. Holcim, die das Projekt bei der Planung unterstützt, wird die Deponie betreiben.

 

 

Das Projekt

Die geplante Deponie Ballen liegt in der Gemeinde Egnach im Oberthurgau, direkt an der Kantonsgrenze zu St. Gallen. Die Lage an der Hauptstrasse zwischen St.Gallen/Wittenbach und Amriswil gewährleistet eine gute Verkehrserschliessung und Distanz von den Wohngebieten. Die Gemeinde Egnach hat das Gebiet bei der letzten Orstplanungsrevision als Deponiezone mit überlagernder Gestaltungsplanpflicht definiert.

Der aktuell öffentlich aufliegende Gestaltungsplan sieht vor, den bestehenden Hang durch Auffüllungen mit unverschmutztem Aushubmaterial abzuflachen. Dadurch soll die momentan stark eingeschränkte landwirtschaftliche Nutzung vereinfacht und das Gebiet als Fruchtfolgefläche aufgewertet werden. 

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Das Deponieprojekt als Chance: Der Gestaltungsplan sieht vor, die momentan stark eingeschränkte landwirtschaftliche Nutzung zu vereinfachen und das Gebiet als Fruchtfolgefläche aufzuwerten.



 

Das Projekt wird voraussichtlich fünf bis acht Jahre dauern. Die Auffüllung und Rekultivierung, das heisst die Rückführung des Gebiets in einen landwirtschaftlich nutzbaren Zustand, soll in drei Etappen erfolgen. Damit stellt Holcim sicher, dass jederzeit eine Teilfläche für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung zur Verfügung steht.

Förderung der Biodiversität

Nebst der Aufwertung der Fläche für die landwirtschaftliche Nutzung steht für Holcim beim Gestaltungsplan der Schutz von seltenen Tier- und Pflanzenarten im Vordergrund. Aufgrund der Nähe zum räumlich isolierten Amphibienlaichgebiet «Atzenholz», das nationale Bedeutung geniesst, sollen in der Projektumgebung insbesondere Amphibien gefördert werden. Dazu will Holcim zwei zusätzliche Gewässer mit unterschiedlicher Tiefe anlegen und so neue Lebensräume für bedrohte Amphibien wie den Faden- und Kammmolch schaffen. Insgesamt sollen 10% des Projektperimeters zu ökologischen Ausgleichsflächen umfunktioniert werden. 

 

 

 

Aktuell

Vom 16. Oktober bis am 4. November 2020 liegt der Gestaltungsplan Ballen Egnach bei der Gemeinde zur Begutachtung auf.

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