H&S People: Der Profisportler

 

Michael Brogioli arbeitet seit einem Jahr bei Holcim als H&S- und Qualitätsbeauftragter der Zementlogistik. Normalerweise wirkt der Tessiner im Hintergrund. Dieses Jahr war er aber der Frontmann beim Warm-Up-Video. Warum gerade er ganz vorne stand – das verraten wir euch.

 

Michael Brogioli nach dem Gespräch.

Die Liebe zum Sport erwachte beim kräftig gebauten Tessiner bereits in jungen Jahren. „Ich habe mich schon als Kind immer gerne bewegt, noch bevor ich zur Schule ging. Sport im Freien hat mir gefallen, weil ich so auch die Natur entdecken konnte.“ Er trägt ein breites Lächeln im Gesicht. Er spielte Eishockey bis er mit zwölf Jahren das Skifahren und besonders den Slalom entdeckte. Ab da sei Skifahren zu seinem Lieblingssport geworden. Deshalb zog es ihn aus Lugano in den Kanton Obwalden, wo er an der Sportmittelschule Engelberg mit anderen Talenten zum Profi-Ski-Rennfahrer ausgebildet wurde. „Ich ging mit Dominique Gisin, der Goldmedaillengewinnerin bei Olympischen Winterspielen 2014, in die gleiche Klasse“, erzählt er.

 

Mike spricht Hochdeutsch mit einem schweizerdeutschen Akzent. Seine Mimik ist ausdrucksstark: „Nach dem Gymnasium entschied ich mich, die Karriere als Profisportler zu beenden und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) Bewegungswissenschaften zu studieren, weil mich das Fach Trainingslehre fasziniert hat. Sport und Gesundheit liegen wirklich nahe beieinander“. Um sein Studium zu finanzieren, arbeitete Michael abends als Fitnessinstruktor im Akademischen Sportverband Zürich (ASVZ).

 

Seit einem Jahr gehört Mike zum Team der Zementlogistik. Hier setzt er sich für die Arbeitssicherheit ein: Er analysiert Daten zu Hergängen von Unfällen und Beinaheunfällen. Daraus leitet er zusammen mit den Vorgesetzten der Holcim beziehungsweise den Vorgesetzten der Drittleister Massnahmen ab, welche die Unfallquote langfristig senken sollen. Auch optimiert er die Prozessqualität der Zementlogistik. Die Zusammenarbeit mit den Drittleistern ist nicht immer einfach, weil man die Massnahmen nicht im gleichen Masse wie bei Holcim umsetzen kann. Umso wichtiger ist für Mike die Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten. Denn nur wenn die Vorgesetzten die H&S vorleben, machen auch Mitarbeitende mit: “Durch den konstruktiven Dialog und offenen Informationsaustausch konnten wir in einem Jahr sehr gute Ergebnisse erzielen, insbesondere bei den Drittleistern.“

 

Bei seiner täglichen Arbeit hat er wenig mit Sport zu tun. Dafür kann er Sport in der Freizeit viel mehr geniessen. Das Warm-Up-Video ist ein Projekt, in dem viel Herzensblut von Mike steckt. Er war nicht nur der Frontmann, sondern auch derjenige, der die Übungen konzipiert und anschliessend das Video selbst geschnitten hat. Der Videodreh ist ihm stark in Erinnerung geblieben: „Die ganze Ausstattung – Kamera, Stereoanlange, Maske – das war wie bei Hollywood. Ich stand noch nie vor der Kamera und kannte das nicht. Das war wirklich lustig!“ Seine Stimme bebt, bis er schliesslich in Lachen ausbricht.