Produktion Untervaz

Das Zementwerk Untervaz besteht seit 1957. Es beschäftigt rund 110 Mitarbeitende und hat eine jährliche Kapazität von 800'000 Tonnen Zement. Am Fuss des Calanda betreibt das Werk die drei Steinbrüche Kleine Fenza, Grosse Fenza und Haselboden, die über Rohstoffreserven für die nächsten vierzig Jahre verfügen.

Pionierrolle

Schon früh hat das Werk eine Pionierrolle bei der Reduktion der CO2-Emissionen übernommen: Seit 1970 kommen alternative Brennstoffe zum Einsatz. Einzigartig in der Zementindustrie ist der Nasswäscher, der seit einigen Jahren die Staub- und Schwefeldioxidemissionen auf ein sehr tiefes Niveau senkt. In den letzten Jahren hat das Werk weitere Massnahmen zur Reduktion verschiedener Staubquellen ergriffen und neue, mit Partikelfiltern ausgerüstete Maschinen für den Steinbruch angeschafft. Und das ökologische Denken zeigt sich in Untervaz nicht nur im Produktionsprozess: Der Dienstwagen des Zementwerks hat einen umweltfreundlichen Hybridantrieb.

Umweltschonende Produktion

Das Zementwerk Untervaz verfügt über zwei leistungsstarke Ofenlinien. Der grössere der beiden Öfen verfügt bereits seit 2001 über eine so genannte SNCR-Anlage, die durch den Einsatz von Harnstoff die Stickoxidemissionen reduziert. Mittlerweile wurde auch die zweite Ofenlinie damit ausgerüstet. Seit Frühling 2005 ist diese zudem in der Lage, Kunststoff als alternativen Brennstoff zu verwenden.

Logistik

Gemeinsam mit der Rhätischen Bahn (RhB) praktiziert die Holcim Schweiz in der Verkaufsregion Engadin den kombinierten Verkehr mit Containern. Das Zementwerk Untervaz hat deshalb seine Befüllanlage so angepasst, dass sie den Zement statt in Bahnwagen direkt in Container füllt. Im Oberengadin können diese Container auf Lastwagen verladen werden, die dann die Feinverteilung vornehmen. So verringert sich die Zahl der Lastwagenkilometer und damit die Umweltbelastung im Marktgebiet erheblich.